Vier Siege in Folge

Vier Siege in Folge – EV Dingolfing kommt richtig ins Rollen

6:4 in Ulm, 4:3 gegen Top-Team Schweinfurt - Freitag (19.30 Uhr) geht’s zum Derby nach Vilsholfen – Sonntag (18 Uhr) vor heimischem Publikum gegen Bad Kissingen

So kann´s gerne weitergehen! Der EV Dingolfing schickt sich an, das Feld in der Eishockey Landesliga mal wieder von hinten aufzurollen. Die „Isar Rats“ bauten mit einem 6:4-Erfolg beim VfE Ulm/Neu-Ulm und dem harterkämpften 4:3-Heimsieg gegen den Tabellenzweiten ERV Schweinfurt. Damit hat der EV Dingolfing als Tabellensiebter nur noch zwei Punkte Rückstand auf Platz fünf, der zur Teilnahme an der Verzahnungsrunde mit der Bayernliga berechtigt. Allerdings haben die „Isar Rats“ auch schon zwei Partien mehr absolviert als die direkte Konkurrenz. Deshalb gilt es am kommenden Wochenende gegen zwei „Hinterbänkler“ der Liga die Siegesserie auszubauen. Am Freitag (19.30 Uhr/Eisstadion Vilshofen) steigt das Niederbayern-Derby beim ESC Vilshofen. Sonntag (18 Uhr/Eissporthalle Dingolfing) wartet das Heimspiel gegen den VER Selb.

In Neu-Ulm entwickelte sich ein unterhaltsamer Schlagabtausch („Ulm hat eine sehr starke Mannschaft. Ich verstehe eigentlich nicht, warum die nur im Mittelfeld stehen“ O-Ton EVD-Spielertrainer Philipp Weinzierl) in dem die Hausherren in den ersten 20 Minuten ihre Möglichkeiten effizienter nutzten und mit einem 2:1 in die Drittelpause gingen. Ulm dominierte schließlich den Mittelabschnitt, erhöhte auf 3:1, brachte aber die „Isar Rats“ mit einem Wechselfehler zurück ins Spiel und ermöglichte so kurz vor der zweiten Sirene den 2:3-Anschlusstreffer durch Alexander Schardt, der kurz darauf erneut ins Blickfeld rückte. Nachdem der Dingolfinger Angreifer ins Ulmer Tor geschubst wurde, brannten bei VfE-Torhüter die Sicherungen völlig durch. Devils-Goalie Konstantin Bertet schlug mit der Stockhand mehrfach auf Schardt ein und kassierte dafür völlig zu Recht eine Matchstrafe. Die daraus resultierende Überzahl nutzte der EVD zum neuerlichen Ausgleich (3:3/43.). Ein Stockfehler an der blauen Linie ermöglichte Ulm das 4:3, doch Dingolfing blieb an diesem Abend äußerst hartnäckig und wurden für diese Einstellung belohnt. Die „Isar Rats“ hatten in der Schlussphase die nötigen Reserven und auch das Quäntchen Glück, um die Partie komplett zu drehen. Erst glich Daniel Harrer aus, dann schoss Spielertrainer Weinzierl selbst das 4:5 und in der Schlusssekunde beseitige Daniel Schickaneder mit einem Schuss ins leere Tor die letzten Zweifel am Auswärtssieg.

Tore: 1:0 (17.) Michalek, 1:1 (18.) Schardt (Dörfler), 2:1 (19.) Michalek (Eckmann/Revaj), 3:1 (24.) Carroll, 3:2 (39.) Schardt (Weinzierl/Koma), 3:3 (43.) Barz (Tahedl/Dörfler), 4:3 (49.) Larsson (Carroll), 4:4 (56.) Harrer (Gilg), 4:5 (59.) Weinzierl, 4:6 (60.) Schickaneder, Strafminuten: Neu-Ulm: 12 + Matchstrafe Bertet, Dingolfing: 8, Zuschauer: 200.

Angetrieben vom Erfolg im Schwabenland starteten die Dingolfinger beherzt in das Heimspiel gegen das Spitzenteam aus Schweinfurt. Die Isarstädter ließen sich auch von einem Scheibenbruch nach drei Minuten nichts aus dem Rhythmus bringen und gingen durch Daniel Schickaneder verdientermaßen in Führung. „Wir haben Schweinfurt in den ersten 20 Minuten her. Aus dieser Überlegenheit haben wir aber zu wenige Tore gemacht“, musste Weinzierl konstatieren. Im Mittelabschnitt leisteten sich die Dingolfinger die eine oder andere Strafzeit zu viel. Schweinfurt konterte mit zwei Powerplay-Toren, doch der EVD erkämpfte sich nach 40 Minuten noch ein gerechtes 2:2. Ein Doppelschlag von Alexander Braun und Jaroslav Koma brachte die „Isar Rats“ in einem packenden Schlussdrittel schließlich auf die Siegerstraße. „Wir hätten uns dann beinahe noch um den Lohn gebracht, weil wir wieder zu ungestüm in die Zweikämpfe gegangen sind und Strafzeiten gezogen haben“, beschreibt Weinzierl die Schlussphase in der sich seine Mannschaft zwar noch das dritte Powerplay-Gegentor des Abends einhandelte, mit Glück und Geschick den „Dreier“ aber über die Zeit brachte.

Tore: 1:0 (7.) Schickaneder (Weber), 1:1 (25.) Troida (Kohl/Kielder), 2:2 (34.) Grüner (Marquardt/Geuder), 2:2 (35.) Tahedl (Dörfler), 3:2 (52.) Braun (Weinzierl/Weber), 4:2 (53.) Koma (Dörfler/Barz), 4:3 (57.) Kohl (Möder), Strafminuten: Dingolfing: 10, Schweinfurt: 6 + 10 Campbell, Zuschauer: 60.

„Wenn wir auch in der Zukunft solche Partien wie gegen Schweinfurt für uns entscheiden, dann bin ich zuversichtlich, dass wir noch um den fünften Platz mitspielen können. Aber dazu müssen wir auch weiterhin unsere Spiele gewinnen“, gibt der Coach eindeutig die Richtung vor. Den Dingolfingern helfen also nur noch Siege. Erst recht wenn es wie am kommenden Wochenende gegen zwei Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel geht. Freitag (19.30 Uhr/Eisstadion Vilshofen) steht das mit Spannung erwartete Duell beim Vorletzten ESC Vilshofen an. Am Sonntag (18 Uhr/Eissporthalle Dingolfing) kommt der Neunte VER Selb an die Isar. Gerade mit den Porzellanstädtern haben die Dingolfinger nach der bitteren 3:4-Auswärtsniederlage noch eine Rechnung offen. „Wir werden unter der Woche hart trainieren und alles dafür geben, auch diese beiden Spiele wieder zu reißen“, schickt Weinzierl gleich mal eine Kampfansage in Richtung Vilshofen und Selb.