6 Punkte-Wochenende

„Isar Rats“ treiben mit Sechs-Punkte-Wochenende die Aufholjagd voran

2:8 beim Spitzenreiter – Freitag (19.30 Uhr) in Straubing, Samstag (18 Uhr) gegen Burgau

War das der Startschuss für eine große Aufholjagd? Der EV Dingolfing hat in der Eishockey-Landesliga endlich Fahrt aufgenommen und sich mit nun vier Siegen aus den vergangenen fünf Spielen bis auf Platz sechs nach vorne gearbeitet. Die Isarstädter gewannen zunächst das Niederbayern-Derby beim EHC Straubing mit 6:2 und gewannen keine 24 Stunden später auch noch gegen den ESV Burgau mit 8:2. Um die Hoffnungen auf die Qualifikationen für die Verzahnungsrunde mit der Bayernliga am Leben zu erhalten, muss nun aber kräftig weitergepunktet werden. Am Freitag (20 Uhr/Donau-Ice-Dome) sind die Dingolfinger beim VfE Ulm/Neu-Ulm gefordert. Das Heimspiel gegen den ERV Schweinfurt steigt am Sonntag um 18 Uhr in der Dingolfinger Eissporthalle.

In Straubing gelang den Dingolfingern dank eines sehr dominanten Auftritts der erwartete Pflichtsieg. Alleine im ersten Abschnitt spielte sich das Geschehen „18 Minuten lang im Drittel der Straubinger ab“ (O-Ton Spielertrainer Philipp Weinzierl). Allerdings belohnten sich die Gäste nicht entschlossen genug für den hohen Aufwand, sodass lediglich eine 2:1-Führung die Anzeigetafel zierte. Spielentscheidend waren vor allem die beiden Tore kurz vor und nach der ersten Pause, sodass die Gäste mit viel Schwung in das Mitteldrittel starten konnte. „Es war weiterhin ein Spiel auf ein Tor. Wir haben unsere Chancen dann etwas besser genutzt, hätten aber auch sicher noch deutlicher gewinnen können“, bilanzierte Weinzierl, der sich im letzten Abschnitt den Luxus erlauben konnte, die Reihe umzustellen und einige Stammkräfte für das Spiel gegen Burgau, dass gerade mal 20 Stunden nach dem Abpfiff gegen Straubing begann, zu schonen.

Tore: 0:1 (11.) Koma (Gilg/Azimov), 1:1 (13.) Rothhammer, 1:2 (20.) Schardt (Weinzierl/Azimov), 1:3 (22.) Tahedl (Dörfler/Schardt), 1:4 (27.) Tahedl (Dörfler/Schardt), 1:5 (35.) Schickaneder (Harrer), 1:6 (45.) Haschberger (Braun), 2:6 (59.) Hillmeier (Kössl), Strafminuten: Straubing: 18, Dingolfing: 14 + 10 Schardt, Zuschauer: 120.

Der EVD machte gegen die schwäbischen Eisbären da weiter, wo sie gegen Straubing aufgehört haben. Die „Isar Rats“ erwischten einen idealen Start führten nach nicht mal einer Minute und legten auch das 2:0 nach, brachten sich in der Folge aber wieder selbst in Schweirigkeiten. „Wir müssen einfach daran arbeiten, dass wir uns cleverer verhalten und den Gegner nicht durch Strafzeiten oder Konzentrationsfehler zu Toren einladen“, legte Weinzierl trotz des klaren Sieges den Finger in die Wunde. Ähnlich wie tags zuvor in Straubing legten die Dingolfinger im Mitteldrittel aber einen kleinen Zwischenspurt hin und machten ohne viel Federlesens den zweiten Saisonsieg über Burgau perfekt.

Tore: 1:0 (1.) Braun (Weinzierl/Schickaneder), 2:0 (11.) Koma (Schardt), 2:1 (14.) Klinga (Tausend/Tornecko), 3:1 (15.) Schickaneder (Karmainski/Braun), 3:2 (18.) Tausend (Tornecko), 4:2 (22.) Schardt (Dörfler/Weinzierl), 5:2 (26.) Gilg (Braun/Harrer), 6:2 (32.) Gilg (Harrer/Haschberger), 7:2 (37.) Koma (Tahedl/Dörfler), 8:2 (46.) Braun (Karmainski/Dörfler), Strafminuten: Dingolfing: 6, Burgau: 14 + Spieldauer Arnold (übertriebene Härte), Zuschauer: 68.

„Diese sechs Punkte waren eine Pflichtaufgabe. Wir müssen jetzt auch mal Teams aus der Spitzengruppe schlagen, damit wir noch einmal an Platz fünf heranschnuppern können“, fordert Weinzierl vor den nun anstehenden Duellen in Neu-Ulm (Freitag, 20 Uhr/Donau-Ice-Dome) und auf eigenem Eis gegen das Spitzenteam aus Schweinfurt (Sonntag, 18 Uhr/Eissporthalle Dingolfing), dass bisher erst eine Saison-Niederlage einstecken musste „Neu-Ulm ist für uns eine unbekannte Mannschaft. Aber in unserer Situation müssen wir dort unbedingt punkten. Und dann wollen wir mal sehen was gegen Schweinfurt so möglich ist“, analysiert Weinzierl. Der Druck für die Dingolfinger erhöht sich übrigens auch durch die Tatsache, dass die Niederbayern bereits eine Partie mehr bestritten haben als fünftplatzierte aus Königsbrunn. Aktuell hat der EVD auf Königsbrunn fünf Punkte Rückstand. Gegenüber dem punktgleichen Tabellensiebten aus Freising haben die Dingolfinger sogar schon zwei Partien mehr absolviert.