EVD bleibt Fünfter, doch die Siegesserie ist gerissen

In Freising gelingt wichtiger 5:4-Sieg, doch Kissinger Wölfe sind beim 2:6 eine Nummer zu groß – „Rückspiel“ beim Tabellenzweiten in Bad Kissingen am Freitag um 20 Uhr

Wie gewonnen, so zerronnen... Der EV Dingolfing hat in der Eishockey-Landesliga zwar den fünften Tabellenplatz verteidigt, aber auch einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Die „Isar Rats“ setzten sich zunächst beim direkten Rivalen SE Freising mit 5:4 durch und haben nun als Fünfter sechs Punkte Vorsprung auf Verfolger Freising. Allerdings hat der EVD auch schon drei Begegnungen mehr absolviert als die Oberbayern. Durch die 2:6-Heimniederlage gegen den Rangzweiten EC Bad Kissingen endete sich nur die Dingolfinger Siegesserie nach sieben Erfolgen am Stück. Vielmehr verpasste das Team auch die Möglichkeit den fünften Platz, der zur Teilnahme an der Verzahnungsrunde mit der Bayernliga berechtigt, weiter zu untermauern. 

Beim Nachbarschaftsduell in Freising machten sich die Dingolfinger in der Schlussphase das Leben schwerer als unbedingt nötig. Dennoch: Unter dem Strich stand der siebte Sieg in Folge, vor allem aber ein wichtiger Triumph übe einen direkten Konkurrenten im Kampf um Platz fünf. Durch die Rückkehr des lange verletzten Florian Müller (Bandscheibenvorfall) und der kurzfristigen Verpflichtung von Manfred Rothhammer (EHC Straubing) konnten die Dingolfinger erstmals seit vielen Wochen mit sechs Verteidigern in die Partie gehen. „Wir sind gut ins Spiel gekommen und sind auch verdient in Führung gegangen. Der Ausgleich kurz vor der Drittelpause war dann unglücklich, blickt EVD-Spielertrainer Philipp Weinzierl auf die Anfangsphase eines sehr kampfbetonten aber auch spielerisch sehr ansprechenden Landesliga-Spiels. Ein clever abgeschlossener Konter in Unterzahl von Tobias Gilg bescherte den „Isar Rats“ schließlich die neuerliche Führung. Spielentscheidend war schließlich der herausragende Start der Dingolfinger zu Beginn des Schlussabschnitts. Mit einem Doppelschlag schraubten Andreas Tahedl und erneut Gilg das Resultat auf 4:1, Alexander Schardt legte sogar das 5:1 nach. Dennoch brachten sich die Gäste durch eine Reihe von vermeidbaren Strafzeiten erneut in die Bredouille. Freising verkürzte schließlich bis auf 4:5, doch am Ende schleppten sich die Dingolfinger mit hängender Zunge aber den drei Punkten im Gepäck über die Ziellinie. „Das war ein echtes Sechs Punkte-Spiel. Deshalb sind wir einfach nur froh, dass es am Ende gereicht hat“, bilanzierte Weinzierl. 

Tore: 0:1 (15.) Weinzierl (Haschberger/Gilg), 1:1 (18.) Maierthaler (Hanke), 1:2 (35.) Gilg (Haschberger/Koma), 1:3 (42.) Tahedl (Koß/Schardt), 1:4 (43.) Gilg (Dörfler), 1:5 (50.) Schardt (Tahedl/Dörfler), 2:5 (53.) Holler (Maierthaler/Kröger), 3:5 (55.) Maierthaler (Oertel/Kühnl), 4:5 (60.) Maierthaler (Kühnl), Strafminuten: Freising: 18 + 10 Weinzierl, Dingolfing: 16, Zuschauer: 91. 

Gegen die Kissinger Wölfe fand die Siegesserie der Dingolfinger am Abend des ersten Advents ein jähes Ende. Ohne Stamm-Torhüter Vinzenz Hähnel, der nach dem Aufwärmen passen musste, starteten die Gastgeber noch verheißungsvoll. Dank zweier Überzahltore von Florian Erl und Danny Weber bejubelten die Niederbayern noch eine 2:1-Führung zur ersten Pause. Erneut zog der Evd aber in der Folge zu billige Strafzeiten, sodass Bad Kissingen die Gelegenheit ergriff das Spiel komplett zu drehen (2:3). Die Gäste aus Unterfranken, die sich vor dem Wochenende noch mit zwei Neuzugängen verstärkt hatten, stellten schließlich in der Offensive die effizientere Mannschaft. Ein blitzschneller Konter mitten in eine Dingolfinger Sturm- und Drang-Phase hinein brachte schließlich das 2:4, das auch nach 40 Minuten Bestand hätte. Auch im letzten Drittel rächte sich speziell in den Überzahlsituationen die schwache Chancenverwertung der Hausherren. Bad Kissingen behielt dagegen vor dem gegnerischen Tor kühlen Kopf und entführte alle drei Punkte aus der Dingolfinger Eissporthalle. „Das war wirklich ein gebrauchter Tag. Wir müssen aus diesem Spiel ganz schnell unsere Lehren ziehen und uns die drei Punkte in Bad Kissingen am kommenden Freitag. Natürlich macht jede Niederlage unsere Situation ein bisschen komplizierter, aber noch haben wir Chancen, den fünften Platz zu erreichen“, betont Weinzierl vor dem „Rückspiel“ gegen die Wölfe, dss am Freitag (20 Uhr) in der Eissporthalle Bad Kissingen angepfiffen wird.