EV Dingolfing vs. ERSC AMBERG

„Isar Rats“ bleiben weiterhin sieglos

5:6 nach Verlängerung bei Heimpremiere gegen Amberg - 3:4-Schlappe in Königsbrunn

Das nennt man wohl einen klassischen Fehlstart! Der EV Dingolfing wartet auch nach dem zweiten Wochenende noch auf seinen ersten Sieg in der Eishockey-Landesliga. Wie schon zum Auftakt in Amberg zogen die „Isar Rats“ diesmal gleich zweimal hauchdünn den Kürzeren. Erst gab es beim starken EHC Königsbrunn eine knappe 3:4-Niederlage, dann ging auch noch das erste Heimspiel der neuen Saison gegen den ERSC Amberg mit 5:6 nach Verlängerung verloren. 

„Wir haben in Königsbrunn keine gute Leistung gezeigt und haben nicht das gespielt, was wir uns vorgenommen haben. Lediglich das letzte Drittel war in Ordnung“, kritisierte EVD-Spielertrainer Philipp Weinzierl sein Team, das erneut viel Energie aufwenden musste, um einem Rückstand hinterher zu laufen. Zwar waren die Dingolfinger zu Beginn des Schlussdrittels beim Spielstand von 3:4 wieder in Schlagdistanz, doch alle Bemühungen nutzten nichts: Die Dingolfinger mussten mit leeren Händen die Heimreise antreten. „Wir bringen uns einfach um den Lohn für unsere Arbeit, weil wir unser Spiel nicht konsequent durchziehen“, ergänzte Weinzierl.

Tore: 1:0 (9.) D. Zimmermann (Merkle), 1:1 (18.) Franz (Schickaneder), 2:1 (19.) Rentel, 3:1 (29.) Trupp (Engel), 3:2 (32.) Koma, 4:2 (37.) Trupp (Merkle), 4:3 (41.) Weinzierl, Strafminuten: Königsbrunn: 14+Matchstrafe Grünauer (Bandencheck), Dingolfing 18 + Spieldauer Dörfler (Check gegen Kopf und Nacken + Reklamieren), Zuschauer: 255.

Im ersten Spiel vor heimischer Kulisse leisteten sich die Dingolfinger schließlich einen kapitalen Fehlstart und sahen sich schon nach Minuten einem 0:3-Rückstand gegenüber. Erneut rappelten sich die Weinzierl-Schützlinge aber auf, verschossen zwischenzeitlich sogar einen Penalty, schafften aber dennoch den 3:3-Ausgleich. „Allerdings haben wir direkt danach wieder das 3:4 kassiert. So etwas darf uns einfach nicht passieren“, haderte Weinzierl. Dennoch drehten die Dingolfinger dank zweier doppelter Überzahlsituationen das Spiel sogar noch und führten plötzlich mit 5:4. Einige EVD-Strafen nutzten die Gäste aus der Oberpfalz schließlich zum nicht unverdienten Ausgleich. In einer packenden Verlängerung hatten zunächst beide Teams große Möglichkeiten auf den Zusatzpunkt. Fast symptomatisch für den missglückten Dingolfinger Saisonstart war dann die spielentscheidende Szene. Nachdem die Niederbayern nur die Latte des Amberger Tores trafen, schalteten die Amberger Löwen schnell um und erzielten per Konter durch Felix Köbele den Siegtreffer. „Wenn Du kein Glück hast, kommt halt auch noch Pech dazu“, lieh sich Philipp Weinzierl für sein Fazit ein berühmtes Zitat des ehemaligen Stürmers des FC Bayern München, Jürgen Wegmann, aus. 

Tore: 0:1 (4.) Groz (Köbele/Heilman), 0:2 (12.) Köbele (Salinger), 0:3 (16.) Heilman (Salinger/Bogner), 1:3 (17.) Gilg (Harrer/Tahedl), 2:3 (27.) Gilg (Harrer), 3:3 (27.) Tahedl (Harrer/Gilg), 3:4 (28.) Smazal (Köbele/Rybka), 4:4 (29.) Koma (Harrer), 5:4 (38.) Weinzierl (Schardt), 5:5 (47.) Heilman (Schopper/Rybka), 5:6 (63.) Köbele, Strafminuten: Dingolfing 16 + 10 (Koma), Amberg 18 + 10 (Hampl), Zuschauer: 120

Damit wächst vor dem kommenden Wochenende der Druck auf die Dingolfinger immer mehr. Die Isarstädter brauchen dringend den ersten Saisonsieg, um sich nicht in der zweiten Tabellenhälfte festzusetzen. Dabei bietet die Begegnung am Samstag (17.30 Uhr/Netzsch Arena) beim VER Selb eine gute Chance, die Aufholjagd zu starten. Am Sonntag (18 Uhr/Eissporthalle Dingolfing) sind dann die Black Bears Freising zu Gast bei den „Isar Rats“. „Wir hatten ein schweres Auftaktprogramm. Da ist noch nichts verloren. Aber jetzt ist ein Sechs-Punkte-Wochenende eigentlich Pflicht. Wenn uns das gelingt, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus“, hofft Weinzierl darauf, dass seine Truppe nun durchstartet und sich für den hohen Aufwand auch mit Punkten belohnen kann.

Genesungswünsche für Petr Kapelka

Auf diesem Wege richtet der EV Dingolfing außerdem die besten Genesungswünsche an Petr Kapelka vom Ligakonkurrenten ESC Hassfurt. Der 22-jährige Angreifer verletzte sich beim Auswärtsspiel in Freising am vergangenen Sonntag schwer und zog sich einen Bruch des fünften Wirbels der Halswirbelsäule zu und liegt zurzeit im künstlichen Koma. Alles Gute Petr, und komm schnell wieder auf die Beine!